Bärlauch-Risotto

Was haben Bärlauch, Hollunderblüten und Spargel gemeinsam? Richtig – die Saison ist kurz, viel zu kurz! Da ich sehr, sehr gerne saisonal koche und ich noch dazu frischen Bärlauch aus dem Mühlviertel bekommen habe, gab es neulich dieses himmlisch leckere Bärlauch-Risotto. Für mich gehören Bärlauch und Risotto einfach zusammen und Risotto schmeckt einfach zu jeder Gelegenheit toll. Bärlauch-Risotto schmeckt ganz großartig, da es das kräftige Aroma und die leichte Schärfe des Bärlauchs aufnimmt.

Damit die Farbe und der Geschmack des Bärlauchs richtig rauskommt und nicht vergeht, ist es wichtig, ihn erst zum Ende der Garzeit unter das Risotto zu rühren. Kocht man ihn längere Zeit mit, verliert er schnell die Farbe und schmeckt nicht mehr so intensiv.

ACHTUNG BEIM SAMMELN: Der Bärlauch ähnelt sowohl dem Maiglöckchen als auch der Herbstzeitlosen und diese beiden Pflanzen sind giftig. Den Bärlauch mit diesen beiden Pflanzen zu verwechseln wäre also keine gute Idee, deshalb gilt: Bärlauch nur dann sammeln, wenn man sich zu 100 % sicher ist, dass es auch Bärlauch ist.

Bärlauch wird wegen seines Geruchs auch „wilder Knoblauch“ genannt. Er wurde wegen seines starken Geruchs schon im Mittelalter als vertreibende Kraft genützt, vor allem gegen Vampire und Blutsauger.*

Seine Sammelzeit ist im April vor der Blüte, man findet ihn in Auwäldern und humusreichen Laubwäldern. Er wirkt reinigend, harntreibend, blutdrucksenkend und antiseptisch. Bärlauch ist auch gut für Personen mit Eisenmangel, bzw. für Personen bei welchen die Eisenaufnahme im Körper gestört ist. Er erleichtert dem Körper die Eisenresorption.*

Zutaten: (4 Personen)

  • 1 rote Zwiebel
  • 2 TL Butter
  • 250 g Risottoreis
  • 150 ml trockener Weißwein
  • 700 ml Wasser
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 50 g Parmesan
  • Suppenwürze, Zitronensaft, Salz, Pfeffer

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Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Einen Teelöffel Butter in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin glasig dünsten.

Die Hitze reduzieren und den Reis zugeben. Ebenfalls glasig dünsten. Mit dem Wein ablöschen und unter ständigem Rühren fast vollständig einkochen lassen.

Etwas Wasser dazu gießen und unter Rühren weiterköcheln lassen bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Danach wieder etwas Wasser in den Topf gießen und unter ständigem Rühren weiterköchelnd lassen. So fortfahren bis der Reis gar ist. Das dauert ca. 30 Minuten.

Inzwischen den Bärlauch waschen, trockenschütteln und fein hacken. Den Parmesan reiben.

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Kurz vor Ende der Garzeit mit Suppenwürze, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss die restliche Butter, den Bärlauch und Parmesan unter das Risotto heben und gut durchmischen.

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* Die Infos stammen aus dem Buch: Hirsch, S./Grünberger, F. (2015): Die Kräuter in meinem Garten, Freya Verlag: Linz, S. 82 f.

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2 Gedanken zu “Bärlauch-Risotto

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