Heilkraut: Spitzwegerich

Im Zuge meiner Ausbildung zur diplomierten Ernährungstrainerin lerne/lernte ich auch so einiges über verschiedene Wildkräuter bzw. Heilpflanzen. Heute möchte ich euch kurz den Spitzwegerich vorstellen. Der Spitzwegerich gehört zur Pflanzenart der Wegerichgewächse und man findet ihn momentan auf nahezu allen Wiesen und Wegrändern. 

Im Volksnamen wird der Spitzwegerich auch als Sohlenkraut, Wegwartkraut, Wegtritt, Wegbreit, Lügenkraut oder auch Sündenblatt bezeichnet. Es ist eine mehrjährige Pflanze, die ungefähr 30 cm hoch wird. Sammeln kann man dieses Kraut von Mai bis September, allerdings entstehen die besten Heilmitteln daraus, wenn die Blätter um den 15. August gesammelt werden. Es sollen vor allem junge Blätter verwendet werden. Beim Sammeln darauf achten, dass die Blätter möglichst nicht zerfressen sind.

Eigenschaften des Spitzwegerich:

  • blutreinigend
  • hustenlindernd
  • heilend

Spitzwegerich wird vor allem innerlich bei Husten oder auch bei Bronchialverschleimung angewendet. Ich habe hier nun für euch zwei verschiedene Rezepte für einen Spitzwegerich-Hustensirup.

Variante 1:

Ungefähr 25 g frische Spitzwegerichblätter waschen, mit einem Messer zerkleinern und mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen. Eine halbe Stunde ziehen lassen und dann durch einen Filter oder ein feines Sieb gießen. Nochmals aufkochen und so lange köcheln lassen, bis sich die Menge auf ungefähr die Hälfte reduziert hat, danach etwas auskühlen lassen. Wenn die Temperatur zwischen 35-40°C liegt 200 g Waldhonig unterrühren.

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Variante 2:

In ein verschließbares Gefäß abwechselnd eine Schicht gewaschene, zerkleinerte Spitzwegerichblätter und Kandiszucker füllen. Mit Kandiszucker abschließen, danach gut verschließen und an einem dunklen Ort drei Monate stehen lassen. Es hat sich dann der Zucker aufgelöst und der Hustensaft kann abgesiehen werden.

Bei Insektenstichen:

Frischer Pflanzensaft wirkt beispielsweise gegen den Juckreiz nach Insektenstichen. Hierzu reibt man die Blätter zwischen den Händen bis der Saft austritt, danach legt man den eben gewonnenen Pflanzenbrei auf die Einstichstellen.

Nahrungsmittel:

Und auch als Nahrungsmittel kann der Spitzwegerich eingesetzt werden. Die jungen frischen Blätter sind eine gesunde Ergänzung zu Salaten. Auch zur Zubereitung als Gemüse und für Suppen eignen sich die Blätter des Spitzwegerichs.

(Die meisten Infos stammen aus dem Buch: Hirsch, Siegrid/Grünberger, Felix (2015): Die Kräuter in meinem Garten, Linz.)

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